Extra Time; Pt.2

Die Fortsetzung des „literarischen Abschlusses“:

 

Die Reise mit der Jugendkantorei war für mich eine sehr große Bereicherung. Mich haben vor allem die Fußstapfen der frühzeitigen Missionsarbeit beeindruckt. Selbst in weiter Ferne kann ich heute noch meine Schwestern und Brüdern offenherzig begegnen.

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In diesem Garten, in welchem man weit weg sein kann, von dem lauten Verkehr der Hongkonger Innenstadt, fühlt man sich, wie in einer anderen Welt. Ich war beeindruckt von den Gegensätzen, die dieses Bild zeigt. Im Vordergrund ein See mit einem wundervollen chinesischen Tempel und im Hintergrund die Wolkenkratzer einer Großstadt. Es war eine wundervolle Reise, die ich niemals vergessen werde.

 

Es war eine sehr schöne Reise mit vielen, tollen Impressionen, welche uns noch sehr lange nachgehen werden. Die so ganz anderen und ungewohnten Bedingungen machten es uns in Malaysia anfangs schwer, doch nach und nach lernten wir die verschiedensten Facetten des dortigen Lebens kennen und schätzen. Außerdem merkte man genau, das „Musik verbindet“ nicht nur eine leere Worthülse ist; diesen Vorgang am eigenen Leib zu spüren empfand ich als sehr beeindruckend. Europe meets Asia, quasi ein musikalisches Eurasien. Musik ist Völkerverständigung, Diplomatie, sie bringt Menschen zusammen. Ich denke, dass man mit Musik viel in Richtung Frieden bewirken kann.

Ich bin nun seit vier Jahren in der Jugendkantorei und diese Reise hat mir gezeigt, wie gut wir zusammenhalten. Natürlich ist mir das auch in Italien und Zuhause bewusst, jedoch haben wir noch nie eine Reise in solch einer Dimension unternommen. Für viele war das etwas völlig Unbekanntes, und trotzdem hatten wir eine riesen Menge Spaß und konnten zusammen viel Neues entdecken, weil gut aufeinander Acht gegeben wurde und man sich anderen JuKalern anvertrauen und sich aufeinander verlassen konnte.

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Die wunderschöne Landschaft mit ihrer atemberaubenden Natur. Traumhafte Sonnenuntergänge, hier beispielsweise am “Tip of Borneo“. Es war schön zu sehen, wie die Sonne hinter dem abendroten Horizont langsam verschwand.

 

Beeindruckende Gastfreundlichkeit, die man in jedem Land erfahren konnte. Beim direkten Kontakt mit lokalen, jungen Leuten – vor allem im Dschungel von Malaysia – wurde uns die Vorbestimmtheit deren Leben aufgezeigt. Nur für wenige ergibt sich die Möglichkeit eines Studiums und auch die Wahl dieses Studium ist eng begrenzt. Das hat uns einerseits die Wichtigkeit der Basler Mission – die viele bei Ihrem Theologiestudium unterstützt – aufgezeigt und wie viel man dort schon mit kleinen Dingen bewirken kann. Andererseits wurde uns vor Augen geführt, was für ein Leben wir führen dürfen, mit einer freien Wahl unserer Zukunft, ganz egal in welche Richtung. Diese Wahl haben die meisten Menschen nicht und wir sollten öfter darüber nachdenken, welches Glück wir haben. Glück, das man nicht verschwenden sollte, stattdessen lieber dafür sorgen, dass mehr Menschen solch eine Wahl haben. Dass diese Jugendlichen auch glücklich waren und in welchen Dingen sie Glück finden, hat uns nochmals gezeigt, dass Erfolg und Reichtum ein ganz anderes, viel kurzweiligeres Glücksgefühl erzeugen, als es Musik und eine gute Gemeinschaft tun.

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Für mich war es eine sehr schöne Erfahrung, dass wir die ersten drei Tage in Gastfamilien verbringen durften.

 

Die gesamte Reise in ein paar Worten festzuhalten ist nicht wirklich einfach, aber was mich am allermeisten gefreut hat, war die Freude und Dankbarkeit zu sehen, die sich in den Gesichtern des Publikums bei unseren Konzerten abgezeichnet hat. Wie uns alle Menschen immer mit Essen und Geschenken willkommen hießen und teilweise sogar ihre eigenen Betten für uns opferten fand ich auch wirklich bemerkenswert. Das vielfältige Essen während der Reise muss auf jeden Fall auch noch erwähnt werden, mir persönlich gefielen die „Fruit-Markets“ auf jeden Fall am besten, abgesehen vom Duriangeruch, der einem dabei oftmals in die Nase stieg. Was ich nach der Reise aber auch auf jeden Fall sagen kann ist, dass das bestimmt nicht das letzte Mal war, dass ich in Asien war, denn solche Kultur und Natur zu erleben, ist in Europa schlichtweg nicht möglich.WhatsApp Image 2017-09-12 at 15.23.16

 

Die Asienreise war eines der schönsten Erlebnisse in meinem Leben!

Ich habe in dieser Zeit sehr viele neue Erfahrungen machen und Einblicke in eine ganz andere Welt bekommen können. Mit der Reise verbinde ich viele Gefühle: sowohl sehr viele positive, als auch ein paar eher gemischte Gefühle, was vor allem von den Lebensbedingungen der Menschen dort, aber auch von den Menschen um mich herum herrührte. Besonders beeindruckt hat mich vor allem die Offenheit, Gastfreundlichkeit und Zufriedenheit der Menschen, welche uns als Chor nicht nur sehr nett aufgenommen haben, sondern auch direkt in ihr alltägliches Leben miteinbezogen haben. Diese Mentalität wird mir noch lange in Erinnerung bleiben und ist für mich auch ein großes Verhaltensvorbild.

Außerdem war es für mich etwas Neues, eine so lange Reise mit einer derartig großen Gruppe zu machen. Ich habe gemerkt, dass es oft nicht leicht ist, sich bei all‘ den Menschen um sich herum zu sammeln und Geschehenes nochmal durch den Kopf gehen zu lassen. Trotz Alledem wäre es niemals so schön geworden, wenn wir nicht als Gruppe gereist wären; wir konnten uns gegenseitig noch besser kennenlernen und einen größeren Zusammenhalt aufbauen.

Zuletzt will ich mich noch bei Allen bedanken, die diese fantastische Reise möglich gemacht haben und sich in so vielen Bereichen für uns eingesetzt haben! Danke!!!WhatsApp Image 2017-09-12 at 17.44.25

 

In Hong Kong waren die Gespräche mit Eddi und Manson, 2 Jugendliche aus Hong Kong, sehr eindrücklich. Auf die Frage, welchen Sportarten man vor allem nachgehe, antwortete Manson, dass man nicht wirklich Sport, da das vom Staat nicht gefördert werde und deshalb lieber lernt. Ein andere lautete: „Warum kommen eigentlich so viele nach Hong Kong, wo die Luft dreckig, der Wohnraum extrem teuer und gleichzeitig sehr klein ist?“ Die Antwort war kurz und einleuchtend: „Es ist immer noch besser als in China, hier ist man schließlich frei.“ Als wir dann in einem Café waren und wir ein bisschen über die Regierung redeten, meinte Manson man hätte zwar das Recht, seine politische Meinung in Hong Kong frei zu äußern, aber hier wolle er das nicht unbedingt bereden.IMG-20170826-WA0066

 

Die vergangenen zweieinhalb Wochen waren voller unglaublicher Erlebnisse, über die wir uns wahrscheinlich erst im Nachhinein richtig klarwerden. Überall habe ich mich sehr willkommen gefühlt und war wieder einmal überwältigt von der Gastfreundlichkeit der Asiaten. Einer der präsentesten, schönsten Momente war für mich jedoch das letzte Konzert in einer kleinen Gemeinde in Laolong (China) zu dem viele Chöre beigetragen haben, darunter auch ein blinder Chor. Dort zu singen und zu sehen wie die Menschen reagieren und Freude daran hatten, uns zuzuhören und diese Freude auch während des Konzertes in ihren Gesichtern zu sehen, war wirklich ein sehr bewegender Moment!WhatsApp Image 2017-09-10 at 08.30.54

 

Die vergangenen 18 Tage kurz zusammen zu fassen ist unmöglich. Diese Reise ist von unzähligen Eindrücken, Situation und Charakteren geprägt. Bis das alles verarbeitet ist, wird es wohl noch einige Zeit dauern. Was sich aber jetzt schon sagen lässt, ist, dass es an Einmaligkeit nicht zu übertreffen ist und ich unendlich dankbar bin, ein Teil davon gewesen sein zu dürfen!WhatsApp Image 2017-09-12 at 17.43.32

 

Auf Reisen fasziniert mich –  neben dem außergewöhnlichen Essen und den überlaufenen Touristenattraktionen – vor allem das wahre Gesicht einer Stadt und ihre Menschen. So haben bei mir vor allem die Begegnungen mit Einheimischen einen bleibenden Eindruck hinterlassen, sei es in den Gemeinden, im Supermarkt oder auf der Straße; überall waren nette und zuvorkommende Menschen, die den Begriff Gastfreundschaft für mich vollkommen neu definiert haben. Ich bin dankbar für diese einzigartigen Impressionen, die wir auf Grund der tollen Organisation erlebt haben. Ich werde noch lange an die Zeit in Malaysia, Hongkong und Süd-China zurückdenken.WhatsApp Image 2017-09-12 at 17.43.21

 

Im Rahmen unserer Asien-Konzertreise hat mich persönlich vor Allem der Aufenthalt in China zum Nachdenken gebracht. Dort war die überdeutliche Spaltung der Gesellschaft in arm und wohlhabend nicht zu übersehen

Ich fand es sehr bewundernswert miterleben zu können, wie dankbar die Menschen – trotz zum Teil schlechter Lebensbedingungen – gegenüber dem Leben, und wie zufrieden und freudig sie allein durch den Zusammenhalt und etwas Musik sind.

Die Gemeindemitglieder der Kirchen, in denen wir gesungen haben, waren sehr aufgeschlossen und offen und anhand zahlreicher Einladungen zu Mahlzeiten erfuhren wir, wie wichtig Gastfreundlichkeit für sie ist. Die Lebensgrundlage ist einfach eine eher lockere, nicht so strenge Mentalität, wobei die Zivilisation trotzdem sehr bewegt ist, wie man es bei morgendlichen Spaziergängen beobachten konnte: Marktstände werden vor den Häusereingängen aufgebaut, es wird um Preise gefeilscht, Kinder in Schuluniform werden mit dem Motorroller in die Schule gefahren.WhatsApp Image 2017-09-07 at 07.12.26

 

Auf der Reise hat mich besonders die Gastfreundschaft der Asiaten beeindruckt. Überall wo wir hinkamen, wurden wir mit offenen Armen empfangen. Zu sehen, wie sich unsere Gastgeber gefreut haben uns zu sehen, hat den Aufenthalt immer noch ein Stück besser gemacht.WhatsApp Image 2017-09-12 at 17.44.25(1)

 

In China fand ich interessant, wie schnell sich das Land verändert: überall sind Baustellen, an denen neue Wolkenkratzer entstehen, die in der Stadt dominieren. Jedoch setzen ältere kleinere und ärmlichere Häuser direkt neben den Neubauten einen starken Kontrast. Das fand ich sehr beeindruckend!

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Die Lichter der Stadt haben uns Verzaubert. Auf dem Berg hinter unserem Hostel, hat uns die Sicht auf Hongkong den Atem geraubt. Ein Moment den ich nie wieder vergessen werde.

 

Beeindruckt haben mich vor allem die unterschiedlichen Kulturen und Religionen, mit denen wir auf der Reise in Kontakt gekommen sind, wie zum Beispiel der Besuch der buddhistischen Tempelanlage in Meizhou in China. Aber auch durch den Aufenthalt bei Gastfamilien in Malaysia oder durch den Kulturabend mit den Ureinwohnern Malaysias haben wir einen neuen und authentischen Eindruck von Asien bekommen.WhatsApp Image 2017-09-12 at 17.44.58

 

Die Reise war eine Horizonterweiterung für jeden Beteiligten. Ob staunend, sprachlos oder überglücklich, so emotionalisiert habe ich noch keine Gruppe erlebt. Angesteckt vom asiatisch-christlichen Spirit, der uns von so vielen vorgelebt wurde, genossen, entspannten und erlebten wir gemeinsam zweieinhalb völlig andere Wochen, die unser aller Leben auch in Zukunft ein Bisschen mitprägen werden. Danke für diese tolle Möglichkeit, es war einmalig!WhatsApp Image 2017-09-13 at 13.28.46

 

Hoffentlich bis am Samstag,

Eure JuKa

Extra Time – Pt.1

Um unseren Reise auch aus „literarischer Sich“ abzurunden, haben wir eine Sammlung von kurzen Sum-Ups und den Lieblingsbildern der einzelnen Gruppenmitglieder erstellt:

 

Meine Erwartungen wurden bei weitem übertroffen. In Malaysia hat es uns die Unterbringung in Gastfamilien ermöglicht, die Menschen, die Kultur und das Land besonders intensiv zu erleben. Landschaftlich haben mich besonders der Aufenthalt in Kudat, die Inseln und der Dschungel mitsamt seiner exotischen Flora und Fauna und dem Klima tief beeindruckt, wobei letzteres auch meine körperliche Anpassungsleistung herausgefordert hat. Hongkong hat mich mit all‘ seinen Hochhäusern und den vielen Lichtern zunächst erschlagen. In China haben mir die Besuche in den nicht von Tourismus geprägten Städten sehr gut gefallen, da man einen unverfälschten, authentischen Eindruck von einem Großteil der Bevölkerung erlangen konnte.

Die Konzerte und vor allem die gemeinsamen Auftritte mit einheimischen Chören waren sehr bewegend und eine schöne Möglichkeit, erste Kontakte zu knüpfen.WhatsApp Image 2017-09-12 at 15.24.11.jpeg

 

Zweieinhalb Wochen, die einem wie drei Monate vorkamen, gefüllt mit unzähligen Eindrücken und verschiedensten Erlebnissen. Menschen ganz neu kennengelernt, nicht nur innerhalb des Chores, sondern v.a. unter all denen, die uns hier empfangen haben.

Das wertvollste Geschenk dieser Reise ist für mich die Begegnungen mit den Menschen: die spannenden Einblicke in ein Leben hier, Fragen der Identität, Diskussionen zur Politik, Geschichten einer wunderbaren Missionsarbeit, für die Menschen unglaublich dankbar sind und vor allem die Erfahrung auf so unglaublich herzliche Art aufgenommen worden zu sein. Danke an die Gemeinden der Basler Mission, an Dieter Bullard-Werner und alle, die diese Reise ermöglicht und mitgestaltet haben.WhatsApp Image 2017-09-09 at 12.24.55

 

Alles in allem haben wir unglaublich ereignisreiche zweieinhalb Wochen erlebt, geprägt von ganz vielen neuen Erfahrungen und Eindrücken. Wir haben nicht nur ganz andere Kulturen kennengelernt, sondern auch ganz neue Erfahrungen bezüglich Glaube und Musik gemacht.WhatsApp Image 2017-09-12 at 17.43.31

 

Das Beste an der Reise war die Begegnung mit den Menschen. Überall, wo wir ankamen, wurden wir herzlich empfangen. Jeder Einzelne gab 150%, nahm uns an die Hand und zeigten uns seine Welt. Besonders interessant fand ich die Begegnung mit den Senioren und Sozialarbeitern in einem Seniorenheim in Hongkong.WhatsApp Image 2017-09-12 at 15.22.32

 

Jede und jeder von uns war in den letzten zweieinhalb Wochen in der unschätzbar privilegierten Situation, in gleich mehrere unbekannte Welten als die gewohnte einzutauchen. Ich betrachte es als Geschenk, dass dies zusammen mit einem meiner liebsten Hobbys, dem Singen, passierte. Vor allem bei den Konzerten in einem eher „provinziellen“ Umfeld, etwa im Norden Borneos oder auch an manchen Orten in China konnte man den Zuhörern regelrecht am Gesichtsausdruck ablesen, dass vierstimmige Chormusik kein Teil ihrer eigenen musikalischen Tradition ist, sondern eine ungewohnte Klangerfahrung darstellt. Trotzdem spendeten sie immer viel Applaus und brachten ihre Wertschätzung für unseren Besuch auf so herzliche Weise zum Ausdruck, dass ich mir oft unsicher war, wie darauf angemessen zu reagieren ist. Vielleicht sind das die Unebenheiten im kulturellen Aufeinandertreffen, die einfach bestehen bleiben; möglicherweise ist es aber weit weniger kompliziert und es muss in einer solchen Situation gar nichts mehr gesagt werden.

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„War da was?“ – im Regenwald bei Kinabalu

 

Bei unserer Asienreise hat sich wieder einmal mehr gezeigt, welchen besonderen Zusammenhalt und Umgang wir in der JuKa haben.

Da jede Station unserer Reise ihre eigenen Reize und Highlights hatte, fällt es schwer, ein besonderes Erlebnis hervorzuheben. Besonders bewegt hat uns die Erfahrung, dass durch unseren gemeinsamen christlichen Glauben – in der Musik zum Ausdruck gebracht – alle kulturellen Grenzen und Unterschiede aufgehoben wurden: Egal ob in Malaysia, Hongkong oder Mainland-China, wir wurden immer mit offenen Armen und mit großer Herzlichkeit empfangen.WhatsApp Image 2017-09-06 at 12.21.07.jpeg

 

Für mich war die Reise ein ganz besonderes Erlebnis, das mir in sehr guter Erinnerung bleiben wird. Wir haben viele tolle Sachen erlebt, andere Kulturen und neue Leute kennengelernt. Am meisten hat mich die Gastfreundschaft und die Offenheit der Leute dort beeindruckt. Wir wurden so herzlich aufgenommen und hatten eine so schöne Zeit! Danke, dass ich Teil dieser Reise sein durfte!WhatsApp Image 2017-09-11 at 14.04.21.jpeg

 

Zu den schönsten Erinnerungen – die uns auf jeden Fall erhalten bleiben werden – zählen nicht nur die paradiesischen Strände und die Zeit die wir dort zusammen verbringen konnten, sondern auch die Mühe, die sich die Einheimischen gegeben haben. Es gab niemanden der uns nicht mit Motivation und einer extremen Gastfreundlichkeit empfangen hat und wir wurden überall mit einer sehr positiven Einstellung uns gegenüber empfangen. Alle waren sehr freundlich und man hat sich vor lauter Gastfreundschaft schon ein bisschen schlecht gefühlt, nicht gleich viel zurück geben zu können.WhatsApp Image 2017-09-10 at 06.44.31

 

Die Asienreise war für mich eine Inspiration, wie andere Kulturen und Menschen aus verschiedenen Ländern zusammenleben (können). Auch der Blick hinter die üblichen Touristenbilder hat mich sehr beeindruckt.WhatsApp Image 2017-09-06 at 12.21.02.jpeg

 

Wunderschöne Sonnenuntergänge, atemberaubende Landschaften, tolles Essen und freundliche Menschen. Mehr kann man sich von einer Reise kaum wünschen.WhatsApp Image 2017-09-10 at 07.48.49

 

An der Asienreise mit der JuKa und der Basler Mission haben mich ganz besonders die dortigen Menschen fasziniert, vor allem deren verschiedene Kulturen, in denen sie leben und in welche wir eintauchen durften. Der Moment, in dem wir als Chor begannen zu singen und die Augen in den Gesichtern der Zuschauer anfingen aufzuleuchten, war für mich einfach wunderbar. Ich wäre jederzeit bereit dazu noch einmal eine solche Reise zu machen – es lohnt sich wirklich. Durch die Musik macht man sich und andere Menschen glücklich. Garantiert!WhatsApp Image 2017-09-06 at 12.34.42

 

So viele neue Erfahrungen und Erlebnisse: neue Menschen, anderes Klima, fremdes Essen. Doch aus Fremden wurden Begleiter, herzliche Gastgeber und Freunde und schnell war klar, dass uns in aller Fremde doch mehr verbindet, als uns trennt: Ziele, für die wir einstehen, Hoffnungen, die uns antreiben, ein gemeinsamer Glaube und in jedem Fall die universell verständliche Sprache der Musik. Teil einer großen Gemeinschaft zu sein und mit offenen Armen empfangen zu werden, sind Begriffe, deren enorme Bedeutung mir einmal mehr vor Augen geführt wurde.WhatsApp Image 2017-09-11 at 15.11.31

 

Danke für’s Lesen und das viele Feedback,

Eure JuKA

Final Whistle

Ähnlich wie nach unserm Flug von Malaysia folgen nun einige Beiträge, die unseren China- beziehungsweise Hongkong-Aufenthalt nochmals zusammenfassen sollen.

 

  • Beeindruckend, teilweise auch befremdlich in China: real erlebbarer Kommunismus, einer Stadt beim Entstehen zuschauen zu können, eine Masse an identischen Häusern, die über die Fläche eines ganzen Dorfes aus dem Boden wächst. Kommunikationsformen, die einen teilweise an Militärfilme erinnern, Gesichter scheinbar ohne Mimik, daneben Menschen in den Gemeinden, die aus tiefstem Herzen laut jubilierend und voller Freude ihren Gott loben und uns aufs Allerherzlichste empfangen. Dann Hongkong, irgendwie ganz anders. Man spürt chinesische Zugehörigkeit, dann aber doch auch wieder eine Distanzierung zum „großen Bruder“ – es wirkt wie eine gespaltene Identität, das wird auch in den Gesprächen mit Einheimischen deutlich. Das Leben dort wirkt lockerer, leichter, typisches Großstadtflair, alles und jeder ist vertreten, Hochhausschluchten und daneben wunderbare Natur.

 

  • In Hongkong, wo wir unter anderem ein Teil der 170-jährigen Jubiläumsfeier der Tsung-Tsin-Mission waren und auch im „Main-Land“ konnte ich mit großer Bewunderung sehen, wie stark viele dieser Leute dort an ihrem Glauben festhalten und er Ihnen eine große Zuversicht schenkt. Schon in Malaysia wurde von der „Arm-Reich.-Schere“ berichtet. Noch stärker habe ich diese Differenzen in China wahrgenommen: Auf der einen Seite stehen dort Häuser in der „Business-Area“, welche in die Höhe ragen, während auf der anderen Seite Slums vor lauter Einfachheit vermodern zu scheinen. Und diese beiden Gegensätze lagen oft nur eine Straßenecke voneinander entfernt oder sogar nur ein Abbiegen aus der Hauptstraße. Diese Eindrücke haben mir wieder gezeigt, wie gut wir es bei uns Zuhause haben und dass wir als erstes über dies und jenes nachdenken sollten, bevor wir uns wegen jeder Kleinigkeit aufregen. Unser Leben, wie wir es führen, ist nicht selbstverständlich!

 

 

  • In der Volksrepublik war es hochinteressant zu sehen, auf welch vielfältige Weise sich kirchliches Leben in einem mehrheitlich nichtchristlichen und vor allem politisch vollkommen areligiösen Umfeld vollzieht. Eine gemeinsame Erfahrung durften wir jedoch sowohl in der riesigen, modernen Tin Ho Church in Guangzhou, als auch in der baufälligen Kirche in Xingning oder auch in Meizhou machen: wir wurden unfassbar herzlich begrüßt und unser Chorgesang wurde begeistert aufgenommen. Letzteres galt auch für unseren Aufenthalt in der pulsierenden Finanzmetropole Hongkong: Allen voran unsere Ausflüge in Kleingruppen zu verschiedenen sozialen Einrichtungen der Tsung Tsin Mission werden mir wohl in lebhafter Erinnerung bleiben.

Wenn auch erst nachträglich, so hoffen wir doch, dass euch dieser Artikel weitere, euch vielleicht neue Impressionen vermitteln kann…

Glücklich über all die Geschenke, die uns gemacht wurden,

Eure JuKa

 

Noch zwei Hinweise in eigener Sache:

  • ein Gesamt-Resümee der kompletten Reise erfolgt voraussichtlich morgen.
  • am Samstag dieser Woche, 16.09, geben wir unser Abschlusskonzert mit dem Asien-Programm (Stunde der Kirchenmusik)

Take the long Way Home

IMG-20170907-WA0029Nachdem wir den Donnerstag – mit Ausnahme eines Gottesdienstes und anschließendem Mittagessen sowie einer Besichtigung einer kirchlichen Einrichtung – komplett im Bus verbrachten, kehrten wir gegen 10 Uhr abends wieder in das uns schon bekannte Hostel Mei Ho in Hongkong zurück. Zu viel mehr als einem kleinen Spaziergang auf den Hotelhügel war jedoch keiner mehr so richtig in der Lage.

Gestern ging es dann in Gruppen durch die Stadt. Kultur, Sightseeing, Shopping oder auch einfach mal etwas Ruhe; jeder verlebte den Tag nach seinen eigenen Vorstellungen. Abends traf sich die komplette Gruppe mit unseren Gastgebern, die uns zu einem sehr edlen und leckeren „Farewell-Dinner“ eingeladen hatten. So verabschiedeten wir uns von all‘ den Menschen, die uns in den letzten Tagen ans Herz gewachsen waren und denen gegenüber jeder Einzelne von uns tiefe Dankbarkeit empfindet. Ohne Ihre Ideen und Arrangements wäre es uns allen nicht möglich gewesen, Südchina und Hongkong auf dieselbe einprägsame Art und Weise kennenzulernen.

Den heutigen Tag verbringen wir seit unserem Auschecken um 11 Uhr wieder in Kleingruppen, um auch noch die letzten Ecken von Hongkong zu erkunden.

Liebe Grüße aus Hongkong,

Eure JuKa

Boat on the River

Unser Tag begann mit einem leckeren Frühstücksbuffet im 28.Stock unseres Hotels. Um 10 Uhr machten wir uns auf den Weg ins nahegelegene Hakka Museum, in welchem wir viel über deren Kultur und Lebensweise lernten. Die Hakkas sind eine der acht han-chinesischen Volksstämme.


Damit wir uns besser vorstellen konnten, wie solch eine Hakka-Siedlung ausgesehen hat, machten wir uns auf den Weg zu einem nachgebauten Dorf. Wir waren sehr beeindruckt von den verschiedenen Häusern und den großen Götterstatuen.

Komplett durchgeschwitzt kehrten wir zu unserem Reisebus zurück und fuhren zum Mittagessen. In einem sehr westlich geprägten Restaurant aßen wir ganz nach unserem Geschmack zu Mittag. Im Anschluss besuchten wir eine buddhistische Tempelanlage, von deren Farbvielfalt und Größe wir überwältigt waren.
Den restlichen Nachmittag verbrachte jeder individuell. Während Einige die Innenstadt besuchten, blieben Andere auf ihren Hotelzimmern.
Nach einem Sushi-Abendessen schlossen wir den Tag mit einer gemeinsamen Bootsfahrt ab.

Allein schon die Vielfalt und Menge der Bilder würde widerspiegeln, wieviel wir auch heute wieder erleben durften. Dankbar für das heute Erlebte und unsere Gemeinschaft,

Eure JuKa

Country Roads

Mal wieder viel zu früh vom Wecker wach geworden, ging es zu einem traditionell chinesischen Frühstück. Von dort aus ging es mit dem Bus Richtung Inland. Einige ermüdende Stunden und mehrere Pausen später legten wir einen Mittagessensstop ein, wobei uns wieder einmal ein reich gedeckter Tisch erwartete. Anschließend schauten wir noch in der Kirche des uns einladenden Pfarrers vorbei um dann unsere Fahrt zum Hotel fortzusetzen.

In Meizhou angekommen, checkten wir im Hotel ein und fuhren zur Besichtigung des von der Basler Mission gegründeten Krankenhauses und der Schule weiter. Ein abermals leckeres Abendessen erwartete uns, leider mussten wir nur etwas zu früh aufbrechen, aufgrund des anstehenden Konzertes.

Das letzte größere Konzert war gleichzeitig auch ein absolutes Highlight, da die Gemeinde mit Herz und Seele dabei war und uns außerdem durch ihre deutschen Gesangskünste beeindruckte. Nach einem herzlichen Abschied freuten wir uns auf unsere großzügigen Zimmer.

Herzliche Grüße aus dem tiefsten China,

Eure JuKa

The Trip goes on

Teils wie aus dem Bett geprügelt starteten wir um sieben Uhr morgens in den Tag. Weder die Urzeit, noch der prasselnde Regen machten uns den Weg zur Bahnstation sonderlich erträglich.

Nach circa einer Stunde Fahrt kamen wir an der Grenze an, wobei uns die Hektik der Einheimischen das ein oder andere Mal an den Rand des Wahnsinns trieb. Die Einreiseformalien überstanden, wartete ein Bus auf uns, der uns zu unserem Hotel in Goungzhou brachte. Auf dem Weg machten wir noch für ein Mittagessen halt; was uns dort vorgesetzt wurde übertraf die Erwartungen der Meisten. Völlig egal ob Ente mit Wurzelgemüse und Wasabi, Knoblauchzucchini oder Tintenfisch mit Brokkoli, das Restaurant punktete mit Vielfalt, frischen Zutaten und Ideenreichtum.

Am Hotel angekommen hatten wir kaum Zeit, um es uns in unseren ebenso großen wie modernen Zimmern gemütlich zu machen, weil wir wenig später zur Probe fürs abendliche Konzert aufbrachen. Bei anhaltendem Regen trafen wir an der Tian-He Church ein, welche uns aufgrund der bloßen Größe, aber auch der Innenausstattung beeindruckte.

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Das Konzert verlief äußerst gut und die fast 1200 Zuhörer zeigten – speziell für asiatisches Publikum – rege Begeisterung. Nach einem gelungenen Konzertabend freuten wir uns auf unsere Betten und so wurde es verhältnismäßig früh ruhig…in der WhatsApp-Gruppe.

Grüße aus dem verregneten und riesigen Goungzhou,

Eure JuKa