Extra Time; Pt.2

Die Fortsetzung des „literarischen Abschlusses“:

 

Die Reise mit der Jugendkantorei war für mich eine sehr große Bereicherung. Mich haben vor allem die Fußstapfen der frühzeitigen Missionsarbeit beeindruckt. Selbst in weiter Ferne kann ich heute noch meine Schwestern und Brüdern offenherzig begegnen.

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In diesem Garten, in welchem man weit weg sein kann, von dem lauten Verkehr der Hongkonger Innenstadt, fühlt man sich, wie in einer anderen Welt. Ich war beeindruckt von den Gegensätzen, die dieses Bild zeigt. Im Vordergrund ein See mit einem wundervollen chinesischen Tempel und im Hintergrund die Wolkenkratzer einer Großstadt. Es war eine wundervolle Reise, die ich niemals vergessen werde.

 

Es war eine sehr schöne Reise mit vielen, tollen Impressionen, welche uns noch sehr lange nachgehen werden. Die so ganz anderen und ungewohnten Bedingungen machten es uns in Malaysia anfangs schwer, doch nach und nach lernten wir die verschiedensten Facetten des dortigen Lebens kennen und schätzen. Außerdem merkte man genau, das „Musik verbindet“ nicht nur eine leere Worthülse ist; diesen Vorgang am eigenen Leib zu spüren empfand ich als sehr beeindruckend. Europe meets Asia, quasi ein musikalisches Eurasien. Musik ist Völkerverständigung, Diplomatie, sie bringt Menschen zusammen. Ich denke, dass man mit Musik viel in Richtung Frieden bewirken kann.

Ich bin nun seit vier Jahren in der Jugendkantorei und diese Reise hat mir gezeigt, wie gut wir zusammenhalten. Natürlich ist mir das auch in Italien und Zuhause bewusst, jedoch haben wir noch nie eine Reise in solch einer Dimension unternommen. Für viele war das etwas völlig Unbekanntes, und trotzdem hatten wir eine riesen Menge Spaß und konnten zusammen viel Neues entdecken, weil gut aufeinander Acht gegeben wurde und man sich anderen JuKalern anvertrauen und sich aufeinander verlassen konnte.

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Die wunderschöne Landschaft mit ihrer atemberaubenden Natur. Traumhafte Sonnenuntergänge, hier beispielsweise am “Tip of Borneo“. Es war schön zu sehen, wie die Sonne hinter dem abendroten Horizont langsam verschwand.

 

Beeindruckende Gastfreundlichkeit, die man in jedem Land erfahren konnte. Beim direkten Kontakt mit lokalen, jungen Leuten – vor allem im Dschungel von Malaysia – wurde uns die Vorbestimmtheit deren Leben aufgezeigt. Nur für wenige ergibt sich die Möglichkeit eines Studiums und auch die Wahl dieses Studium ist eng begrenzt. Das hat uns einerseits die Wichtigkeit der Basler Mission – die viele bei Ihrem Theologiestudium unterstützt – aufgezeigt und wie viel man dort schon mit kleinen Dingen bewirken kann. Andererseits wurde uns vor Augen geführt, was für ein Leben wir führen dürfen, mit einer freien Wahl unserer Zukunft, ganz egal in welche Richtung. Diese Wahl haben die meisten Menschen nicht und wir sollten öfter darüber nachdenken, welches Glück wir haben. Glück, das man nicht verschwenden sollte, stattdessen lieber dafür sorgen, dass mehr Menschen solch eine Wahl haben. Dass diese Jugendlichen auch glücklich waren und in welchen Dingen sie Glück finden, hat uns nochmals gezeigt, dass Erfolg und Reichtum ein ganz anderes, viel kurzweiligeres Glücksgefühl erzeugen, als es Musik und eine gute Gemeinschaft tun.

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Für mich war es eine sehr schöne Erfahrung, dass wir die ersten drei Tage in Gastfamilien verbringen durften.

 

Die gesamte Reise in ein paar Worten festzuhalten ist nicht wirklich einfach, aber was mich am allermeisten gefreut hat, war die Freude und Dankbarkeit zu sehen, die sich in den Gesichtern des Publikums bei unseren Konzerten abgezeichnet hat. Wie uns alle Menschen immer mit Essen und Geschenken willkommen hießen und teilweise sogar ihre eigenen Betten für uns opferten fand ich auch wirklich bemerkenswert. Das vielfältige Essen während der Reise muss auf jeden Fall auch noch erwähnt werden, mir persönlich gefielen die „Fruit-Markets“ auf jeden Fall am besten, abgesehen vom Duriangeruch, der einem dabei oftmals in die Nase stieg. Was ich nach der Reise aber auch auf jeden Fall sagen kann ist, dass das bestimmt nicht das letzte Mal war, dass ich in Asien war, denn solche Kultur und Natur zu erleben, ist in Europa schlichtweg nicht möglich.WhatsApp Image 2017-09-12 at 15.23.16

 

Die Asienreise war eines der schönsten Erlebnisse in meinem Leben!

Ich habe in dieser Zeit sehr viele neue Erfahrungen machen und Einblicke in eine ganz andere Welt bekommen können. Mit der Reise verbinde ich viele Gefühle: sowohl sehr viele positive, als auch ein paar eher gemischte Gefühle, was vor allem von den Lebensbedingungen der Menschen dort, aber auch von den Menschen um mich herum herrührte. Besonders beeindruckt hat mich vor allem die Offenheit, Gastfreundlichkeit und Zufriedenheit der Menschen, welche uns als Chor nicht nur sehr nett aufgenommen haben, sondern auch direkt in ihr alltägliches Leben miteinbezogen haben. Diese Mentalität wird mir noch lange in Erinnerung bleiben und ist für mich auch ein großes Verhaltensvorbild.

Außerdem war es für mich etwas Neues, eine so lange Reise mit einer derartig großen Gruppe zu machen. Ich habe gemerkt, dass es oft nicht leicht ist, sich bei all‘ den Menschen um sich herum zu sammeln und Geschehenes nochmal durch den Kopf gehen zu lassen. Trotz Alledem wäre es niemals so schön geworden, wenn wir nicht als Gruppe gereist wären; wir konnten uns gegenseitig noch besser kennenlernen und einen größeren Zusammenhalt aufbauen.

Zuletzt will ich mich noch bei Allen bedanken, die diese fantastische Reise möglich gemacht haben und sich in so vielen Bereichen für uns eingesetzt haben! Danke!!!WhatsApp Image 2017-09-12 at 17.44.25

 

In Hong Kong waren die Gespräche mit Eddi und Manson, 2 Jugendliche aus Hong Kong, sehr eindrücklich. Auf die Frage, welchen Sportarten man vor allem nachgehe, antwortete Manson, dass man nicht wirklich Sport, da das vom Staat nicht gefördert werde und deshalb lieber lernt. Ein andere lautete: „Warum kommen eigentlich so viele nach Hong Kong, wo die Luft dreckig, der Wohnraum extrem teuer und gleichzeitig sehr klein ist?“ Die Antwort war kurz und einleuchtend: „Es ist immer noch besser als in China, hier ist man schließlich frei.“ Als wir dann in einem Café waren und wir ein bisschen über die Regierung redeten, meinte Manson man hätte zwar das Recht, seine politische Meinung in Hong Kong frei zu äußern, aber hier wolle er das nicht unbedingt bereden.IMG-20170826-WA0066

 

Die vergangenen zweieinhalb Wochen waren voller unglaublicher Erlebnisse, über die wir uns wahrscheinlich erst im Nachhinein richtig klarwerden. Überall habe ich mich sehr willkommen gefühlt und war wieder einmal überwältigt von der Gastfreundlichkeit der Asiaten. Einer der präsentesten, schönsten Momente war für mich jedoch das letzte Konzert in einer kleinen Gemeinde in Laolong (China) zu dem viele Chöre beigetragen haben, darunter auch ein blinder Chor. Dort zu singen und zu sehen wie die Menschen reagieren und Freude daran hatten, uns zuzuhören und diese Freude auch während des Konzertes in ihren Gesichtern zu sehen, war wirklich ein sehr bewegender Moment!WhatsApp Image 2017-09-10 at 08.30.54

 

Die vergangenen 18 Tage kurz zusammen zu fassen ist unmöglich. Diese Reise ist von unzähligen Eindrücken, Situation und Charakteren geprägt. Bis das alles verarbeitet ist, wird es wohl noch einige Zeit dauern. Was sich aber jetzt schon sagen lässt, ist, dass es an Einmaligkeit nicht zu übertreffen ist und ich unendlich dankbar bin, ein Teil davon gewesen sein zu dürfen!WhatsApp Image 2017-09-12 at 17.43.32

 

Auf Reisen fasziniert mich –  neben dem außergewöhnlichen Essen und den überlaufenen Touristenattraktionen – vor allem das wahre Gesicht einer Stadt und ihre Menschen. So haben bei mir vor allem die Begegnungen mit Einheimischen einen bleibenden Eindruck hinterlassen, sei es in den Gemeinden, im Supermarkt oder auf der Straße; überall waren nette und zuvorkommende Menschen, die den Begriff Gastfreundschaft für mich vollkommen neu definiert haben. Ich bin dankbar für diese einzigartigen Impressionen, die wir auf Grund der tollen Organisation erlebt haben. Ich werde noch lange an die Zeit in Malaysia, Hongkong und Süd-China zurückdenken.WhatsApp Image 2017-09-12 at 17.43.21

 

Im Rahmen unserer Asien-Konzertreise hat mich persönlich vor Allem der Aufenthalt in China zum Nachdenken gebracht. Dort war die überdeutliche Spaltung der Gesellschaft in arm und wohlhabend nicht zu übersehen

Ich fand es sehr bewundernswert miterleben zu können, wie dankbar die Menschen – trotz zum Teil schlechter Lebensbedingungen – gegenüber dem Leben, und wie zufrieden und freudig sie allein durch den Zusammenhalt und etwas Musik sind.

Die Gemeindemitglieder der Kirchen, in denen wir gesungen haben, waren sehr aufgeschlossen und offen und anhand zahlreicher Einladungen zu Mahlzeiten erfuhren wir, wie wichtig Gastfreundlichkeit für sie ist. Die Lebensgrundlage ist einfach eine eher lockere, nicht so strenge Mentalität, wobei die Zivilisation trotzdem sehr bewegt ist, wie man es bei morgendlichen Spaziergängen beobachten konnte: Marktstände werden vor den Häusereingängen aufgebaut, es wird um Preise gefeilscht, Kinder in Schuluniform werden mit dem Motorroller in die Schule gefahren.WhatsApp Image 2017-09-07 at 07.12.26

 

Auf der Reise hat mich besonders die Gastfreundschaft der Asiaten beeindruckt. Überall wo wir hinkamen, wurden wir mit offenen Armen empfangen. Zu sehen, wie sich unsere Gastgeber gefreut haben uns zu sehen, hat den Aufenthalt immer noch ein Stück besser gemacht.WhatsApp Image 2017-09-12 at 17.44.25(1)

 

In China fand ich interessant, wie schnell sich das Land verändert: überall sind Baustellen, an denen neue Wolkenkratzer entstehen, die in der Stadt dominieren. Jedoch setzen ältere kleinere und ärmlichere Häuser direkt neben den Neubauten einen starken Kontrast. Das fand ich sehr beeindruckend!

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Die Lichter der Stadt haben uns Verzaubert. Auf dem Berg hinter unserem Hostel, hat uns die Sicht auf Hongkong den Atem geraubt. Ein Moment den ich nie wieder vergessen werde.

 

Beeindruckt haben mich vor allem die unterschiedlichen Kulturen und Religionen, mit denen wir auf der Reise in Kontakt gekommen sind, wie zum Beispiel der Besuch der buddhistischen Tempelanlage in Meizhou in China. Aber auch durch den Aufenthalt bei Gastfamilien in Malaysia oder durch den Kulturabend mit den Ureinwohnern Malaysias haben wir einen neuen und authentischen Eindruck von Asien bekommen.WhatsApp Image 2017-09-12 at 17.44.58

 

Die Reise war eine Horizonterweiterung für jeden Beteiligten. Ob staunend, sprachlos oder überglücklich, so emotionalisiert habe ich noch keine Gruppe erlebt. Angesteckt vom asiatisch-christlichen Spirit, der uns von so vielen vorgelebt wurde, genossen, entspannten und erlebten wir gemeinsam zweieinhalb völlig andere Wochen, die unser aller Leben auch in Zukunft ein Bisschen mitprägen werden. Danke für diese tolle Möglichkeit, es war einmalig!WhatsApp Image 2017-09-13 at 13.28.46

 

Hoffentlich bis am Samstag,

Eure JuKa

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