Final Whistle

Ähnlich wie nach unserm Flug von Malaysia folgen nun einige Beiträge, die unseren China- beziehungsweise Hongkong-Aufenthalt nochmals zusammenfassen sollen.

 

  • Beeindruckend, teilweise auch befremdlich in China: real erlebbarer Kommunismus, einer Stadt beim Entstehen zuschauen zu können, eine Masse an identischen Häusern, die über die Fläche eines ganzen Dorfes aus dem Boden wächst. Kommunikationsformen, die einen teilweise an Militärfilme erinnern, Gesichter scheinbar ohne Mimik, daneben Menschen in den Gemeinden, die aus tiefstem Herzen laut jubilierend und voller Freude ihren Gott loben und uns aufs Allerherzlichste empfangen. Dann Hongkong, irgendwie ganz anders. Man spürt chinesische Zugehörigkeit, dann aber doch auch wieder eine Distanzierung zum „großen Bruder“ – es wirkt wie eine gespaltene Identität, das wird auch in den Gesprächen mit Einheimischen deutlich. Das Leben dort wirkt lockerer, leichter, typisches Großstadtflair, alles und jeder ist vertreten, Hochhausschluchten und daneben wunderbare Natur.

 

  • In Hongkong, wo wir unter anderem ein Teil der 170-jährigen Jubiläumsfeier der Tsung-Tsin-Mission waren und auch im „Main-Land“ konnte ich mit großer Bewunderung sehen, wie stark viele dieser Leute dort an ihrem Glauben festhalten und er Ihnen eine große Zuversicht schenkt. Schon in Malaysia wurde von der „Arm-Reich.-Schere“ berichtet. Noch stärker habe ich diese Differenzen in China wahrgenommen: Auf der einen Seite stehen dort Häuser in der „Business-Area“, welche in die Höhe ragen, während auf der anderen Seite Slums vor lauter Einfachheit vermodern zu scheinen. Und diese beiden Gegensätze lagen oft nur eine Straßenecke voneinander entfernt oder sogar nur ein Abbiegen aus der Hauptstraße. Diese Eindrücke haben mir wieder gezeigt, wie gut wir es bei uns Zuhause haben und dass wir als erstes über dies und jenes nachdenken sollten, bevor wir uns wegen jeder Kleinigkeit aufregen. Unser Leben, wie wir es führen, ist nicht selbstverständlich!

 

 

  • In der Volksrepublik war es hochinteressant zu sehen, auf welch vielfältige Weise sich kirchliches Leben in einem mehrheitlich nichtchristlichen und vor allem politisch vollkommen areligiösen Umfeld vollzieht. Eine gemeinsame Erfahrung durften wir jedoch sowohl in der riesigen, modernen Tin Ho Church in Guangzhou, als auch in der baufälligen Kirche in Xingning oder auch in Meizhou machen: wir wurden unfassbar herzlich begrüßt und unser Chorgesang wurde begeistert aufgenommen. Letzteres galt auch für unseren Aufenthalt in der pulsierenden Finanzmetropole Hongkong: Allen voran unsere Ausflüge in Kleingruppen zu verschiedenen sozialen Einrichtungen der Tsung Tsin Mission werden mir wohl in lebhafter Erinnerung bleiben.

Wenn auch erst nachträglich, so hoffen wir doch, dass euch dieser Artikel weitere, euch vielleicht neue Impressionen vermitteln kann…

Glücklich über all die Geschenke, die uns gemacht wurden,

Eure JuKa

 

Noch zwei Hinweise in eigener Sache:

  • ein Gesamt-Resümee der kompletten Reise erfolgt voraussichtlich morgen.
  • am Samstag dieser Woche, 16.09, geben wir unser Abschlusskonzert mit dem Asien-Programm (Stunde der Kirchenmusik)

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